Prioritätenlisten aller 23 Lokalen Aktionsgruppen des Landes für 2018 liegen vor.

 

Die Grundlagen für die weitere Förderung und Projektumsetzung sind damit geschaffen. Die Listen belegen zudem eine ungebrochene Nachfrage in allen Förderbereichen.

Alle 23 Lokalen Aktionsgruppen (LAG) des Landes haben pünktlich zum Abgabetermin 10. November 2017 ihre Prioritätenlisten für das Förderjahr 2018 beim Landesverwaltungsamt in Halle (Saale) vorgelegt.

Demnach sind für das kommende Jahr insgesamt 516 Vorhaben auf die Listen gesetzt worden, davon 433 zur Förderung aus dem ELER, 32 Vorhaben über den EFRE und 51 Vorhaben über den ESF. Hinzu kommen Kooperationsprojekte, die nicht Bestandteil der Prioritätenlisten sind und fortlaufend beantragt werden können.

Diese Gesamtzahlen der zur Umsetzung vorgesehen Vorhaben zeigen, dass nach wie vor hohes Interesse an LEADER und CLLD besteht. Aber nicht alle auf den Prioritätenlisten befindlichen Vorhaben werden zur Umsetzung gelangen können.

Die meisten LAG werden ihren Finanziellen Orientierungsrahmen (FOR) ELER, der im Sommer durch eine modifizierte 2. Rate aufgestockt wurde, wiederum ausschöpfen und damit die in ihren Lokalen Entwicklungsstrategien definierten Schwerpunkte weiter umsetzen bzw. damit gezielt zur Weiterentwicklung ihrer ländlichen Regionen beitragen.

Erste Ergebnisse zeigt die Harmonisierung der Richtlinien RELE und Richtlinie LEADER und CLLD. So verteilen sich die zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategien beschlossenen LEADER-Projekte im ELER etwa hälftig auf beide Förderinstrumente.

Auch die weitere Ausgestaltung von CLLD nimmt Konturen an. Es gibt 51 Vorhaben, die für die Umsetzung im Bereich CLLD/ESF vorgesehen sind. Damit schöpfen wiederum vier LAG ihre ebenfalls aufgestockten Mittel vollständig aus.

Für den Bereich EFRE sind 32 Vorhaben mit einem Gesamtumfang von 5,3 Mill. Euro EU-Mittel vorgesehen.

Das Landesverwaltungsamt wird die Prioritätenlisten der LAG nun zunächst in formeller Hinsicht und mit Blick auf die für jede LAG konkret verfügbaren Mittel ihres FOR prüfen.

Dabei erhalten die LAG die Möglichkeit, ihre Prioritätenlisten bis spätestens zum 1. März 2018 noch einmal zu aktualisieren, um eine möglichst umfassende Antragstellung zu ermöglichen.